25. Juli 2024
Sexuelle Funktionsstörungen beim Mann

In welchen Phasen können sexuelle Funktionsstörungen bei Männern auftreten?
Sexuelles Verlangen
Erregung-Erektion
Samenerguss (Ejakulation)
Orgasmus
Wann und unter welchen Umständen sollte an eine sexuelle Funktionsstörung gedacht werden?
Vermindertes oder fehlendes sexuelles Interesse und Verlangen gegenüber der Partnerin oder dem Partner
Wenn trotz Interesse und Verlangen während des Geschlechtsverkehrs keine Erregung und Erektion (Versteifung des Geschlechtsorgans) eintritt
Wenn die Erektion während des Geschlechtsverkehrs nicht lange genug aufrechterhalten werden kann
Wenn der Samenerguss (Ejakulation) früher als erwartet und gewünscht eintritt
Wie häufig sind sexuelle Funktionsstörungen bei Männern?
Die häufigste sexuelle Funktionsstörung bei Männern betrifft die Erektion. Weltweit durchgeführte Studien zeigen, dass bei etwa 55 % der Männer zwischen 40 und 70 Jahren leichte, mittlere oder schwere Erektionsstörungen vorliegen.
Bei 15 % der erwachsenen Männer und bei 30 % der Männer über 50 Jahren wird ein Verlust des sexuellen Verlangens beobachtet.
Bei 30 % der Männer tritt ein vorzeitiger Samenerguss auf. Bei 10 % der Männer kommt es zeitweise zu ausbleibendem oder verzögertem Samenerguss…
Verzögerter Samenerguss und das Ausbleiben des Orgasmus sind im Vergleich zu den anderen Störungen seltener. Sie treten meist im mittleren Lebensalter auf, und einer von 10 Männern ist von diesem Problem betroffen.
Was sind die Ursachen sexueller Funktionsstörungen bei Männern?
Die Ursachen sexueller Funktionsstörungen sind in der Regel psychologische, beziehungsbedingte oder krankheitsbedingte Faktoren. Versagensangst ist die wichtigste Folge psychologischer Faktoren oder, je nach Situation, deren Ursache. Nur bei einem kleinen Teil der Patienten werden in der Regel körperliche Ursachen festgestellt. Die häufigste davon sind Nebenwirkungen von Medikamenten. Weitere häufige körperliche Ursachen sind Diabetes (Zuckerkrankheit), Gefäßerkrankungen, Rauchen, Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch, endokrine (hormonelle) Erkrankungen und neurologische Erkrankungen.
An wen sollte man sich bei einer sexuellen Funktionsstörung zuerst wenden?
Für die erste Beurteilung sollte zunächst ein in sexuellen Funktionsstörungen erfahrener Facharzt für Urologie oder ein Psychiater aufgesucht werden. Die erste Beurteilung ist sehr wichtig, um zu unterscheiden, ob das Problem psychologischer, partnerschaftlicher, situativer oder körperlicher Natur ist.